Was tun mit überschüssigem Solarstrom, den Sie im eigenen Haus nicht verbrauchen können? Möglichst viel selbst verbrauchen, den Rest speichern.

Einspeisevergütungen für selbst erzeugten Photovoltaikstrom sinken tendenziell, damit wird der auch ökologisch sinnvolle Eigenverbrauch immer wichtiger.

Die Bundesländer und der Bund reagieren darauf und bieten Förderungen für Bau und Betrieb von Batteriespeichern an. Wegen rasanter technologischer Neuerungen werden diese Förderungen häufiger geändert als in der Vergangenheit, Sie sollten sich also laufend informieren.

Österreichische PVA-Speichertagung 13. Oktober 2016

Was tun mit überschüssigem Solarstrom, den Sie im eigenen Haus nicht verbrauchen können? Die Einspeisevergütungen ins Netz werden immer niedriger, also sollte der Eigenverbrauchsanteil erhöht werden. Dafür gibt es immer mehr auch wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeiten.

Je höher der Eigenverbrauch ist, desto weniger stark brauchen überregionale Stromnetze ausgebaut zu werden, was kostenmäßig allen VerbraucherInnen und auch unserer Umwelt zugute kommt. Das Thema ist also wichtig für unser ganzes Land und für Europa. Darüber wird geforscht und getestet und darüber wird informiert: Beispielsweise am 13. Oktober 2016 auf der PVA-Speichertagung in Wien. Das Programm der Tagung können Sie hier als pdf-Dokument downloaden.

Mit Vernetzung von Einzel-PV-Anlagen zu 100 Prozent Eigenverbrauch

Ein Trend dürfte die Vernetzung regionaler Einzel-Stromerzeugungsanlagen werden, um durch Ausgleich der unterschiedlichen Erzeugungs- und Verbrauchszeiten eine noch höhere Eigenverbrauchsquote zu erreichen und die sichere Stromversorgung den ganzen Tag und das ganze Jahr über zu gewährleisten. Viele Gewerbebetriebe beispielsweise verbrauchen überwiegend während des Tages Strom, während Privathaushalte eher abends und in der Nacht Strom verbrauchen. Voraussetzung für einen solchen Ausgleich ist, dass die teilnehmenden Haushalte und Betriebe mit intelligenten Stromzählern (Smart Meter) ausgestattet sind.

So startete im Mai 2016 die deutsche sonnenCommunity ihren Betrieb in Österreich: Die KundInnen können Sonnenstrom nicht nur selbst erzeugen und speichern, sondern ihn auch mit anderen Mitgliedern teilen.

Auch die bayerische Caterva vernetzt ihre Batteriespeicher zu virtuellen Großspeichern, um einen möglichst 100-prozentigen Eigenverbrauch des PV-Stroms der Caterva-Sonne-BesitzerInnen zu ermöglichen. Die Süddeutsche Zeitung beschreibt anhand dieses Beispiels, wie innovative Geschäftsmodelle in der Energiebranche in Zukunft unseren Energieverbrauch mitgestalten könnten: Batterie mit Fernsteuerung.

Batteriespeicher nicht selbst bauen, sondern kaufen

Sie müssen Batteriespeicher übrigens gar nicht selbst bauen, sondern können ihn auch einfach mieten bzw. kaufen: Mit dem Sonnenplus-Speicher der Kelag beispielsweise können KundInnen den selbst erzeugten Sonnenstrom in den Kelag-Speicherkraftwerken speichern. Damit soll ein Photovoltaikstrom-Eigenverbrauch von bis zu 100 Prozent möglich werden.

Die rechtlichen Grundlagen brauchen eine Anpassung an den aktuellen Technologiestand

Um auch in Wohnanlagen die Erzeugung und den Eigenverbrauch von Sonnenstrom durch MieterInnen - Stichwort Mieterstrom - zu erleichtern, wird derzeit auch intensiv an den notwendigen Änderungen des Wohnrechts gebastelt - hoffentlich bald mit konkreten Ergebnissen. Auch das Ökostromgesetz 2012 – ÖSG 2012 braucht eine Anpassung an die aktuellen technischen, wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen.


Wo finden Sie die Energieförderungen des Bundes und der Bundesländer?

Haben Sie schon mal in Ihrer Gemeinde, Ihrer Stadt oder Ihrem Bundesland nachgeschaut, ob diese Förderungen für erneuerbare Energien anbieten? Tun Sie das, sehr viele Gemeinden oder Regionalverbände fördern neben den Bundesländern und dem Bund damit den Ausbau von Photovoltaik- und Solarthermieanlagen sowie von Energiespeichern.

Wenn Sie die Anschaffung oder den Bau einer solchen Anlage überlegen, sollten Sie das Förderangebot öfter mal prüfen: Wegen technologischer Neuerungen und Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen werden die Möglichkeiten und Bedingungen für Energieförderungen häufiger geändert als in der Vergangenheit. Achten Sie dabei auch auf angekündigte Änderungen oder auf Hinweise wie "solange das Budget reicht".

 

Umweltförderungen der Kommunalkredit Public Consulting, Förderungsabwicklung und Förderungsmanagement für öffentliche Auftraggeber
https://www.umweltfoerderung.at/alle-foerderungen.html

Förderungen Alternativenergieanlagen Burgenland
http://www.burgenland.at/wohnen-energie/energie/foerderungen/alternativenergieanlagen/allgemeine-informationen/

Energieförderungen Kärnten
http://www.energiebewusst.at/index.php?id=52

Klima- und Energieförderungen Niederösterreich
http://www.noe.gv.at/Umwelt/Energie/Foerderungen-.html

Förderungen Bauen Wohnen Energie in Oberösterrreich
http://www.land-oberoesterreich.gv.at/12819.htm

Energieförderungen Salzburg
https://www.energieaktiv.at/information/foerdermoeglichkeiten/

Ökoförderungen Steiermark
http://www.wohnbau.steiermark.at/cms/ziel/113383975/DE/

Energieförderungen Tirol
https://www.tirol.gv.at/umwelt/energie/energiefoerderungen/

Energieförderungen Vorarlberg
http://www.vorarlberg.at/vorarlberg/wasser_energie/energie/energie/foerderungen/energiefoerderungen-ueber.htm

Förderungen Energiesparen Wien
https://www.wien.gv.at/amtshelfer/bauen-wohnen/energie/


 

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Bildnachweis: © Bundesverband PHOTOVOLTAIC AUSTRIA

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