Diese Tipps sollten Sie kennen, wenn Sie für Ihr Haus in Salzburg eine Photovoltaikanlage planen.

Die Sonne wird noch viele Jahre kostenfrei für uns alle scheinen: Was liegt also näher, als diese Energie für unsere Häuser und Wohnungen zu nutzen?

Weil wir damit gleichzeitig Umwelt und Geldbörse schonen und die Energiesicherheit erhöhen, gibt es zahlreiche Hilfen von Gemeinden, Bundesländern und dem Bund. Aber wie sollen Sie beginnen, ist das nicht alles sehr kompliziert?

Je besser Sie sich informieren, desto optimaler wird Ihre PV-Anlage

Im Internet finden Sie viele Informationen zu Systemen, Technik, Preisen und Förderungen. Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen sind wichtig: Werden ihre NachbarInnen von einer PV-Anlage tangiert und was sagt die Bauordnung dazu.

Sind Dach oder Wände Ihres Gebäudes überhaupt für eine Solaranlage geeignet? Wollen Sie möglichst viel Strom selbst verbrauchen und daher einen Batteriespeicher einplanen? Soll das später anzuschaffende E-Auto mit Strom aus der PV-Anlage aufgeladen werden? Könnte die Kombination mit einer thermischen Solaranlage zweckmäßig sein? Diese Fragen sollten Sie vor einer Kaufentscheidung gründlich klären.

Und mit wem reden?

Reden Sie mit Freunden und Bekannten, die bereits eine PV-Anlage haben

Was sagen FreundInnen und NachbarInnen über ihre Erfahrungen bei der Errichtung einer Photovoltaikanlage? Dabei können Sie Details erfahren, die in keinem Prospekt stehen: Wie zuverlässig und kundenfreundlich ein Lieferant ist, worauf Sie bei Planung, Technik und Errichtung besonders achten sollten, wie Sie bestmögliche Preise und Förderungen bekommen.

Aber Vorsicht: Kennen Sie den Begriff Kaufreue? Wahrscheinlich haben Sie das – wie wir alle - selbst schon erlebt: Einige Zeit nach einem Kauf plagen uns plötzlich Zweifel, ob wir schon das Richtige gekauft haben, ob wir eventuell bessere Konditionen hätten erzielen können.

Je nach Typ Mensch bekommen Sie dann eventuell überschwänglich positive Rückmeldungen zu den gekauften Produkten, zu Planern und Lieferanten – aufgetretene Schwierigkeiten wurden verdrängt, damit nur ja keine Kaufreue kommt.

Oder Sie bekommen besonders negative Rückmeldungen, auch das gibt es. Also einfach selbst möglichst viele Informationen einholen und überlegen, von wem stammen diese, haben die Auskunftsgeber womöglich eigene Interessen dabei.

Eine wichtige Servicstelle: Das Bauamt Ihrer Gemeinde

Nächster Gesprächspartner sollte das Bauamt Ihrer Gemeinde sein. Die meisten Gemeindeämter verstehen sich mittlerweile im besten Wortsinn als Serviceanbieter für die GemeindebürgerInnen.

Dort erfahren Sie, ob es spezielle Bauvorschriften gibt, die Sie einhalten sollten. Das ist beispielsweise dann wichtig, wenn Ihr Haus in einer Ortsbildschutzzone steht. Sie erfahren auch, ob Ihre Gemeinde eine eigene Förderung für PV-Anlagen anbietet. Wahrscheinlich bekommen Sie auch gleich Informationen zu Landes- und Bundesförderungen, die für Sie infrage kommen.

Häufig gibt es auch eine erste Energieberatung durch die Bauabteilung und Sie werden auf die kostenlose und produktneutrale Energieberatung des Landes Salzburg hingewiesen.

Sie haben keinen Energieausweis für Ihr Haus und vermuten, dass ein solcher zweckmäßig wäre? Die meisten Salzburger Gemeinden fördern auch die Erstellung eines Energieausweises!

Aber warum sollte ein Energieausweis für Sie interessant sein, wenn Sie doch eine Photovoltaikanlage bauen wollen? Mit dem Energieausweis bekommen Sie eine Übersicht über den energetischen Status Ihres Gebäudes. Eventuell könnte sich herausstellen, dass eine andere energetische Ertüchtigungsmaßnahme wirtschaftlich sinnvoller wäre, beispielsweise zuerst Geschoßdecken dämmen und dann erst eine PV-Anlage errichten.

Wenn Sie nicht vorab im Internet nachgeschaut haben, ob der Standort Ihres Gebäudes für eine Photovoltaikanlage geeignet ist, können Sie das auch im Bauamt Ihrer Gemeinde machen: Erkunden Sie im Solarkaster das Solarpotential Ihres Standortes.

Salzburger Photovoltaik-Leitfaden 2016

Vor einigen Tagen hat das Land Salzburg den Salzburger Photovoltaik-Leitfaden 2016 veröffentlicht. Darin werden die wichtigsten Rechtsgrundlagen für den Bau und Betrieb einer Photovoltaikanalage beschrieben. Wie Ihre PV-Anlage als Ökostromanlage anerkannt werden kann und wozu das gut ist. Im Anhang finden Sie die wichtigsten Adressen und Kontaktstellen.

Ein Tipp, um Missverständnissen vorzubeugen: Die Seite 6 beginnt mit dem Hinweis „Photovoltaikanlagen unterliegen entweder dem Regime der Gewerbeordnung oder dem Regime des Elektrizitätsrechtes (Salzburger Landeselektrizitätsrecht 1999 – LEG).“ Dieser Hinweis betrifft nicht PV-Anlagen für private Gebäude!

Im Leitfaden werden auch die Bedingungen kurz und verständlich beschrieben, unter denen die Errichtung von PV-Anlagen auf bestehenden Gebäuden bewilligungsfrei ist.

Energieberatung des Landes Salzburg

Warum Sie auf jeden Fall die kostenlose und produktneutrale Energieberatung des Landes Salzburg nützen sollten? Sie sprechen mit wirklichen Fachleuten, die sich Ihr Gebäude und die Energieverbrauchssituation genau anschauen. Dann bekommen Sie ein Gesamtkonzept, in dem die Photovoltaikanlage einen bestimmten Platz haben wird.

Damit gewinnen Sie die Sicherheit, dass eventuell im Laufe mehrerer Jahre zu realisierende einzelne energetische Maßnahmen – Gebäudedämmung, energiesparende Geräte, Steuerungselektronik usw. - auch wirklich zusammenpassen und für Sie wirtschaftlich und zweckmäßig sind.

Hier können Sie sich gleich zu einer kostenlosen und produktneutralen Beratung durch die Energieberatung Salzburg anmelden: Onlineformular

Welche Förderungen kommen für Sie infrage?

Beim ersten Gespräch mit dem Bauamt sollten Sie bereits geklärt haben, ob Sie von Ihrer Gemeinde eine Förderung für die PV-Anlage bekommen - und eventuell auch gleich die Erstellung eines Energieausweises.

Bei der Energieberatung Salzburg bekommen Sie einen Überblick über die für Sie infrage kommenden Landes- und Bundesförderungen. Wichtig ist auch, ob und wie diese Förderungen miteinander kombiniert werden können.

Also dann: Auf geht‘s! Die Sonne schickt keine Rechnung!

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Bildnachweis: © dispotech.info, land salzburg

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