Begrünte Fassaden mildern die Folgen der zunehmenden baulichen Verdichtung und des Klimawandels durch Beschattung und Verdunstung.

Grün statt Grau bringt ein Stück Natur zurück in die Stadt und verbessert gleichzeitig das Mikroklima um die Wohnungen herum.

Nach der Generalsanierung eines Hauses in der vielbefahrenen Ignaz-Harrer-Straße wurden Kletterpflanzen gesetzt, um die Lebensqualität für BewohnerInnen und PassantInnen zu erhöhen.

Solche Projekte gelingen, wenn sich Verantwortliche dafür einsetzen, wie in diesem Fall Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, die selbst begeisterte Schrebergärtnerin ist.

Ökologische und soziale Vorteile einer vertikalen Begrünung

Beim aktuellen Projekt geschieht das mit fassadengebundener Bepflanzung: Efeu sowie gelbe und rosa Clematis wachsen in Trögen, die an der Fassade befestigt sind. Sie werden an der Hausmauer nach oben ranken, ohne die Fassade zu beschädigen.

Begrünte Fassaden mildern die Folgen der zunehmenden baulichen Verdichtung und des Klimawandels durch Beschattung und Verdunstung. Je mehr Gebäude eines Wohnquartiers begrünt werden, um so stärker wirkt diese naturnahe Klimaanlage.

Vertikalgärten filtern mit ihrem Blättern Staub und schädlichen Luftinhalte, zusätzlich produzieren sie Sauerstoff und binden CO2. Im Winter isolieren Rankpflanzen und helfen damit, die Heizkosten zu senken. Im Sommer reduzieren sie das Aufheizen der Mauern und halten so die Räume kühl. Gleichzeitig sind Grünfassaden Lebensraum für viele Kleintiere.

Eine gut geplante Pflanzenhülle ist ein natürlicher Schutzschild gegen Schlagregen und UV-Strahlung, womit die Lebensdauer der Fassade erhöht wird.

Schließlich trägt die gestalterische und ästhetische Aufwertung der Bausubstanz zur Belebung und Attraktivierung des öffentlichen Straßenraums bei, erhöht die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Stadtquartieren.

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Bildnachweis: © stadt salzburg / johannes killer & gswb

 

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